Tag der Arbeit – Sabbat

Wie gut, dass es diesen Tag gibt. In der USA wurde am 1. Mai 1886 zu einem mehrtägigen Generalstreik aufgerufen, um die Arbeitszeit der Industriearbeiter auf 8 Stunden zu reduzieren, die unter den Arbeitsbedingungen litten.

Leider endete der Streik sehr blutig. Dies kann man in verschiedenen Geschichtsdarstellungen nachlesen. (Stichwort Haymarket Riot)

Der Gedanke hingegen, dass wir heutzutage in unserer von Arbeit jeglicher Art geprägten Gesellschaft einmal Abstand zu unserer Arbeit bekommen sollen, ist immer noch sehr sinnvoll.

Es gibt jemanden, der uns besser kennt als wir selbst, und der uns ein unschätzbares Geschenk gemacht hat:

Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte. (1. Mose 2, Verse 2-3)

Gott hat den siebenten Tag seiner Schöpfung dem Ruhen, dem Abstandnehmen von der Arbeit gewidmet, das sich somit Woche für Woche in für dich erquickender Weise wiederholt, wenn du dieses Geschenk annimmst.

Vor allem hat er diesen Tag der Beziehung zu seinen Geschöpfen, seinen Kindern gewidmet, denn er selbst ist allmächtig und braucht keine Erholung. Die Ruhe bedeutet hier das Abstandnehmen, Heiligen bedeutet „zu etwas Besonderem machen“.

Gott segnete auch diesen Tag, den siebten Tag, den Sabbat, und er versprach – und verspricht auch noch heute – den Menschen, die diesen Tag annehmen, Gutes. Und Gott freut sich darüber, dass wir an diesem Tag die Beziehung zu ihm pflegen können.

Bedenke einmal, was für ein großartiges Geschenk das damals war: Adam und Eva durften am ersten Tag ihres Lebens den Ruhetag genießen und Gottes Gegenwart in seinem Paradiesgarten erleben. (Gott ging immer wieder durch seinen Garten, wie man in 1. Mose 3, Vers 8 erkennen kann).

Danke, lieber Gott, dass du den Sabbat für uns geschaffen hast. (Vgl. Markus 2, 27: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbat willen.)